In diesem Blogartikel erfährst du, wie du deine Ernährung gestalten kannst, um möglichst fit durch den Winter zu kommen.
Der Winter fordert unseren Körper auf mehreren Ebenen.
Wie können wir ihn und somit uns mit einfachen Maßnahmen stärken und unterstützen, so dass wir gesund durch die kalte Jahreszeit kommen.
Draußen ist es früher dunkel, wir ziehen uns in unser Haus/Wohnung zurück. Wir suchen uns einen gemütlichen Platz auf dem Sofa, im Bett und werden nach der aktiven Sommerzeit nun ruhebedürftig und leider zunehmend passiver.
Plötzlich überlegen wir uns, ob wir wirklich hinaus an die frische Luft sollen, oder doch besser auf dem Sofa bleiben. Dann gönnen wir uns vielleicht auch noch etwas wollig Süßes, weil es uns gut tut. Ein Buch, ein Film oder einfach nichts tun ist nun angesagt.
All das sind Reaktionen, nach denen sich unser Körper nach der aktiven Zeit im Sommer sehnt und das ist gut so.
Aber schauen wir genau hin.
Nun kommen weitere Herausforderungen dazu. Die Räume werden geheizt, die Luft ist trocken in den Wohnräumen und dadurch trocknen unsere Schleimhäute im Mund – Nasenbereich aus. Die trockenen Schleimhäute sind ungeschützter und somit anfälliger für Bakterien und Viren. Zusätzlich fehlt oft eine regelmäßige Belüftung der Räume. Sind wir dann z.B. in Räumen mit vielen Menschen, oder auch nur mit einer Person, die nicht gesund ist, dann können sich krankmachende Keime wunderbar vermehren.
Wenn nun unser Immunsystem nicht stark genug ist, ist eine Erkrankung, vielleicht eine Erkältung/Grippe schon vorprogrammiert.
„Belüfte“ deinen Körper regelmäßig mit frischer Luft. Gehe auch raus, mache einen Spaziergang. Bewege dich in der Natur. Wenn du dich warm anziehst, Mütze, Schal, Handschuhe und eine warme Jacke, dann ist ein Spaziergang an der frischen Luft wohltuend für dein Immunsystem und somit für deinen Körper.
Nehme dir täglich mindestens 30 Minuten vor, gehe raus in die Natur. Bewegung ist eine Säule um deine Gesundheit aufrecht zu erhalten oder wieder zu erlangen.
Lass die Sonne an deine Haut!
Vitamin D wurde viele Jahre als „Knochenvitamin“ bezeichnet. Doch seit einigen Jahren weiß man, dass Vitamin D für viele Prozesse in unserem Körper wichtig ist. So ist Vitamin wichtig für die Muskeln, das Immunsystem, die Psyche und weitere Funktionen zuständig.
Weitere Informationen:
Studien zu Vitamin D:
Vitamin D ist genau genommen kein Vitamin, denn es kann nicht oder zumindest unzureichend, mit der Nahrung aufgenommen werden. Wir benötigen Sonnenlichtbestrahlung auf die Haut, damit Vitamin D im Körper gebildet werden kann. Leider reicht das Sonnenlicht, vor allem in unseren Breitengraden (D-A-CH) im Winter nicht aus. Daher empfehle auch ich zwingend eine Supplementierung von Vitamin D, ganz besonders in den Wintermonaten.
Melde dich gerne bei mir, wenn du dazu Fragen hast.
Im Winter ist es besonders wichtig, die Balance in unserem Körper zu bewahren oder wiederherzustellen. In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) bedeutet Balance, wenn Yin und Yang im harmonischen Einklang stehen.
Yin steht für alles was im Körper Substanz bildet: Blut, Körpersäfte und Organe.
Yang beschreibt unsere Energie: Wärme, Bewegung, Dynamik und körperliche Kraft.
Sind Yin und Yang im Gleichgewicht fühlen wir uns belastbar, stabil und ausgeglichen. Gesundheit bedeutet dann genug „Saft“ und „Kraft“ zu haben. Das Immunsystem arbeitet zuverlässig, die Verdauung funktioniert gut und der Körper ist im Flow.
So kommen wir gut durch die kalte Jahreszeit. Selbst Kontakt mit erkälteten Menschen – ob in vollen Räumen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln - bringen uns nicht so schnell aus der Balance.
Das Yin-Ungleichgewicht ist das häufigste Ungleichgewicht.
Betroffene frieren schnell, haben sehr oft kalte Hände und Füße. Es sind die echten „Frierkatzen“ oder „Kaltfüßler“. Dem Körper fehlt es an Wärme und Energie. Die innere Kraft, die antreibt und schützt, ist zu schwach. In der TCM spricht man hier von Yang-Mangel.
Die Folge: Die Infektanfälligkeit nimmt zu, die Verdauung wird träge und das Immunsystem verliert an Stabilität.
Das andere Extrem ist die Yang-Fülle. Betroffene haben häufig Hitzewallungen, einen geröteten Kopf und ein dauerhaftes oder häufiges Hitzegefühl. Wärme und Energie sind im Übermaß vorhanden. Auch dieses Ungleichgewicht bringt den Körper aus der Balance: Die Regulation gerät ins Wanken, das System wird anfälliger für Infekte und anderen Beschwerden.
Egal ob Kälte oder Hitze, Mangel oder Fülle – Yin- und Yang-Ungleichgewichte zeigen uns klar, der Körper sendet Signale, er braucht Unterstützung.
Hier beginnt ein entscheidender Punkt, den wir täglich in der Hand haben.
Nicht nur, aber gerade im Winter zeigt sich, wie wahr die Worte von Hippokrates sind:
Zitat: „Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung“.
Gesundheit und Heilung ist eng mit der täglichen Ernährung verbunden. Mit den richtigen, für dich passenden Lebensmitteln kannst du deinen Körper nähren, dein Immunsystem stärken und Heilungsprozesse gezielt unterstützen.
Unterstütze deinen Körper geziel mit wärmenden Lebensmittel. So entsteht wohltuende Wärme von innen.
Reduziere Rohkost, denn ihre Verdauung kostet dem Körper viel Energie und Wärme. Energie, die deinem Körper dann fehlt.
Iss bevorzugt warm, regelmäßig und frisch gekocht. Nutze saisonale und regionale Lebensmittel – sie sind optimal an dein Umfeld angepasst und stärken deine innere Balance, besonders in der kalten Jahreszeit.
Folgende Lebensmittel bringen Wärme in deinen Körper und sollten im Winter auf deinem Speiseplan nicht fehlen: Hafer, Karotten, Kürbis, Porree, Maronen, Linsen, Wildfleisch oder Lamm sowie wärmende Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Zimt, Wermut oder Curry.
Doch nicht jeder kämpft mit Kälte. Manche Menschen tragen, wie schon geschrieben, zu viel Hitze in sich. So braucht der Körper nicht noch zusätzliche Wärme.
Das überschüssige Yang muss reguliert werden. Hitze soll sanft ausgeleitet werden, damit der Körper wieder in Balance kommt.
Lebensmittel die kühlen oder ausgleichend wirken: Brokkoli, Chinakohl, Pilze, Spinat. Als Obst eher Birne oder Beeren. Fleisch: Pute oder Kaninchen. Harmonisierend wirken frische Kräuter wie Petersilie, Salbei und Koriander.
Wichtig dabei: leicht, regelmäßig und gut verdauliches essen. So kann überschüssige Hitze abgebaut werden, ohne den Körper zu schwächen.
Egal ob Kälte oder Hitze – am Ende gibt es einen zentralen Ort in deinem Körper, der den größten Teil dazu steuert – dein Darm.
Hier entscheidet sich, wie effizient dein Körper Energie aufbaut, Nährstoffe verwertet und wie gut er dich somit schützen kann.
Genau hier liegt der wahre Schlüssel für nachhaltige Gesundheit.
Rezepte aus dem Buch „Warmes für kalte Tage“ von Dr. Claudia Nichterl
Haferflockenporridge mit Honig-Ingwer-Äpfel (PDF zum Download)
Ein großer Teil unseres Immunsystems (ca. 80%) sitzt im Darm. Der Darm ist nicht nur Verdauungsorgan, sondern die Zentrale für Energie, Abwehr und Wohlbefinden.
In der TCM spricht man von der „Mitte“. Die „Mitte“ liebt Regelmäßigkeit, Ruhe und Wärme. Wird sie geschwächt, fehlt es dem Körper an Kraft, Stabilität und Widerstandsfähigkeit.
Unregelmäßiges Essen und kalte Speisen belasten die Mitte ganz besonders in den kalten Wintermonaten. Setze auf warme, gekochte Mahlzeiten, denn sie entlasten den Darm, verbessern die Nährstoffaufnahme und stärken nachhaltig die Abwehrkräfte. Ein gut genährter und gesunder Darm bringt Balance in deinen Körper – und das bringt dir ganzheitliche Gesundheit.
Der Winter ist eine Zeit, in der bewusste Selbstfürsorge besonders wichtig ist. Damit die Verdauung und das Immunsystem stark bleiben und wir ausreichend Energie zur Verfügung haben, braucht der Körper vor allem innere Wärme.
Ernährung ist hier ein kraftvolles Werkzeug – einfach, alltagstauglich und wirkungsvoll. Mit warmen, gekochten und typgerechten Mahlzeiten stärkst du deine Mitte, bringst Yin und Yang in Balance und unterstützt deinen Körper genau dort, wo Gesundheit entsteht.
Schon kleine, bewusste Entscheidungen bei der Auswahl unserer Mahlzeiten, machen v.a. im Winter spürbare Unterschiede.
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🧡Bleib gesund – und gut in Verbindung mit dir und deinem Körper.
Herzliche Grüße
Blanka